Vampire - Dark - Castle

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 Betreff des Beitrags: Die Schattenhand
BeitragVerfasst: 23. Aug 2014 18:56 
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Vampir
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Die alte Mühle, welche schon über 10 Jahre leer gestanden hatte, lag direkt neben einem kleinen Bach. Man sagte schon immer, es solle dort spuken, was aber die drei Freunde nicht glaubten.
Robin, Jacky und Kelly spielten sehr gerne an diesem Ort. Sie kamen jeden Tag und erschreckten sich gegenseitig.
Trotz zahlreicher Warnungen ließen die Kinder sich nicht davon abhalten auf dem Gelände der Mühle zu spielen.
Sie versuchten immer wieder in das Gebäude einzudringen, in dem sie sich über eine kleine morsche Brücke an den Fenster hochziehen wollten.
Eines Tages schrie Jacky plötzlich auf, als sie sich mal wieder an eines der Fenster klammerte.
Sogleich wollten die anderen natürlich wissen, was denn geschehen sei.
Jacky hatte eine Hand gesehen, die versuchte, sie in den Raum zu ziehen.
Es war aber nur ein Moment, wie ein Schatten.
Dies hielt die drei Freunde aber nicht davon ab, weiter ihr Glück zu versuchen, endlich das Innere sehen zu können. Bis sie es dann auch irgendwann schafften.
Sie waren in der Mühle und schauten sich zuerst die Etage an, auf der sie sich gerade befanden, dann auch noch das Stockwerk darüber.
Als sie alles inspiziert hatten, blieb nur noch der Keller.
Anstatt einer normalen Klinke, besaß die Kellertür nur einen Hebel.
Die drei Freunde zogen die schwere Tür auf und traten durch die Öffnung auf die schmalen Stufen. Sie horchten, aber aus dem Dunkel drunten kam kein Laut. Jacky knipste ihre Taschenlampe an und dann gingen sie ein Stück hinunter.
Die Stufen waren von vielen Schritten ausgetreten, und ein modriger, leicht aromatischer Geruch stieg ihnen in die Nase, doch man konnte atmen.
Bevor sie weiterforschten, kehrte Kelly noch mal um und schloß die Tür. Irgendwie musste sie sich von innen öffnen lassen. Ein rostiger Eisenhebel ragte aus der Wand, und als Robin nun daran zog, sprang der Schnäpper auf. Dieser Hebel war gut geölt worden, von wem auch immer. Nunmehr gewiß, wieder hinaus zu können, begaben sie sich auf den Treppengrund und kamen in ein großes, rechteckiges Gewölbe. Die niedrige Decke ruhte auf Pfeilern, und es war kalt hier und roch feucht. Es gab noch alte Regale, in denen Einmachgläser, dutzende von Flaschen und verrottete Fässer standen, über denen sich dicke Spinnweben und fingerdicker Staub breitmachten.
Kelly roch an einer Flasche. Aha – daher kam der aromatische Duft. Sie hatten wahrscheinlich mal Likör enthalten. Viel mehr gab es hier nicht zu sehen, deshalb gingen sie in einen weiteren, kleineren Raum und leuchteten ihn ab.
Auf einer Steintruhe lagen alte Decken und ein Kerzenstummel. An dem Haken daneben hing ein altes Gewand.
Ein zweiter Türbogen führte aus dem Raum heraus und die drei Freunde schickten sich eben an nachzusehen, was sich jenseits befand, da hörten sie ein Geräusch aus dem Dunkel. Geistesgegenwärtig machten sie die Taschenlampen aus. Jemand kam von irgendwo jenseits des Türbogens. Ein schwacher Lichtschimmer war zu sehen. Es wurde immer heller.
Die Kinder liefen leise zurück in den anderen Raum und versteckten sich so schnell sie nur konnten, hinter der Truhe und warfen sich die Decken über. Niemand, der nur flüchtig in den Raum schauen würde, würde sie so schnell entdecken.
Dort verharrten sie eine Weile, bis wieder alles still war.
Erst jetzt wagten sie sich wieder aus ihrem Versteck und gingen auch gleich wieder in den Raum, in dem sie sich zuvor alles ansehen wollten.
Plötzlich stolperte Robin über etwas. Im Fußboden war eine Steinplatte. Doch was war darunter?
Die Kinder trauten sich nicht, die Platte anzuheben um nachzuschauen.
Aber wenn sie das Geheimnis lüften wollten, mussten sie sich schon ein Herz nehmen und nachschauen.
Kelly wollte sich gerade bücken, da hörten sie auch schon wieder ein Geräusch.
Wie gebannt standen sie starr auf der Stelle. Eine dicke fette Ratte näherte sich ihnen und huschte dann in eine dunkle Ecke.
„Puh, dass ist ja gerade noch mal gut gegangen“, sagte Kelly und wollte sich erneut bücken, aber Jacky kam ihr zuvor. Sie hatte eine rostige Stange gefunden und führte diese nun in den Ring, der an der Steinplatte befestigt war. Ihre Kraft reichte aber nicht aus und so half ihr Kelly dann, indem beide die Stange an ihren Enden fassten. Mit lautem Gestöhne schafften sie es dann auch endlich, die Platte etwas anzuheben.
Robin sprang schnell hinzu und umfasste die Platte, so wurde es dann leichter, sie zur Seite zu wuchten.
Völlig außer Puste ließen sie sich dann erst mal fallen und verschnauften eine Weile.
Robin war die erste, die sich erholt genug fühlte um endlich zu sehen, was in der Vertiefung versteckt lag. Sie krabbelte näher an den Rand, nahm ihre Taschenlampe und leuchtete hinein.
Was sie dort sah, erstaunte sie im ersten Moment. Es war ein altes, in Leder gebundenes Buch.
Vorsichtig streckte Robin ihren lenken Arm aus und wollte das Buch anheben, was aber nicht so einfach war, denn es war sehr schwer. So legte sie dann die Taschenlampe zur Seite und versuchte es noch mal mit beiden Händen. Diesmal ging es. Sie hob es ganz heraus und legte es vorsichtig neben sich auf den Fußboden.
Die anderen beiden kamen jetzt auch näher, um zu sehen, was dies denn für ein Buch sein könnte. Behutsam nahm Kelly es zur Hand und besah sich den Titel auf dem Buchrücken. Dieser sagte ihr absolut nichts, da er in einer Sprache geschrieben war, die sie noch nie gesehen hatte. So legte sie es wieder hin und öffnete es vorsichtig. Auf der ersten Seite stand wieder dieser Titel, wie auch schon auf dem Buchrücken. Es ergab aber erneut keinen Sinn für sie.
„Kann ich mal schauen, ob ich was lesen kann?“ wollte Jacky wissen. Sie war nämlich die intelligenteste der drei Freunde und hatte auch schon von verschiedenen Sprachen gehört.
Der Text ergab aber auch für sie keinen Sinn.
„OOM NAMOO BHAGAWATEE WAASUDEEWAAYA ( ) WASCHAM MAMA KURU KURU SWAAHAA“
„Was soll denn das bloß heißen?“ fragte Jacky nun.
Sie blätterte ein paar Seiten weiter, doch auch dort stand wieder etwas so unverständliches.
„SATOR AREPO TENET; OPERA ROTAS“
“Ich gebe es auf”, sagte sie nun.
„Wartet mal, es könnten doch so etwas wie Zaubersprüche oder so sein“, meinte jetzt Kelly.
Die anderen stimmten ihr zu.
„Was macht Ihr denn hier?“, sagte plötzlich eine dunkle Männerstimme.
Die drei Freunde erschraken fast zu Tode. Jacky schnappte sich schnell das geheimnisvolle Buch und versteckte es unter ihrer Jacke.
„Jetzt aber ganz schnell raus hier, bevor ich die Polizei rufe. Ihr habt hier nichts zu suchen. Das ist nämlich Privatbesitz“, sagte der unheimliche Mann.
Kelly, Jacky und Robin standen vom Boden auf und machten dass sie so schnell wie möglich das Weite suchten. Die Tür stand diesmal nämlich offen und so hatten sie die Möglichkeit nach Vorne raus zu verschwinden.
Sie liefen auf der Straße erst ein weites Stück, bis sie plötzlich außer Atem stehen blieben.
„Man, bin ich erschrocken, als der Typ da so aus dem Nichts auftauchte. Ob er es wohl war, der Dich in die Mühle ziehen wollte“? fragte Robin nun an Jacky gewandt.
Diese hatte aber keine Ahnung und es war ihr auch egal. Die Hauptsache war jedenfalls, sie sind lebend aus dem Gebäude raus gekommen und haben nun das geheimnisvolle Buch.
Was sie wohl damit anfangen könnten?



Diese Geschichte ist weder abgeschrieben noch irgendwo kopiert, sondern beruht auf teilweise wahren Begebenheiten.

_________________
Es ist nicht tot, was schlafend liegt, bis daß die Zeit den Tod besiegt.


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